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Die Stadtmauer von Lucca


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Adresse:Piazzale Verdi - 55100 Lucca
 
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Das schönste Panorama von Lucca genießt man von der Torre Guinigi aus. Um die Stadt des 16. Jahrhunderts gegen die Expansionsversuche von Florenz zu schützen, plante man eine neue Stadtmauer. Paolo Guinigi war einer der Befihworter des neuen Mauergürtels, der auf der Grundlage eines organischen Entwurfs von Francesco Paciotti aus Urbino erfolgte und nach etwa hundertjahren Bauzeit um die Mitte des 17.Jahrhunderts fertiggestellt war. Die Ausführung übernahmen mehrere Architekten und Ingenieure, die Bastionen und Kurtinen von unterschiedlicher Form und Funktion bauten. Da der Zweck der Mauer nach der Fertigstellung hinfällig geworden war, wurde sie immer mehr zu einem schmückenden Rahmen der Stadt Das komplexe und artikulierte Festungssystem umfasste unter dem erhöhten Wehrgang auch große interne Räume, etwa unter dem Baluardo di S. Paolino, heute Sitz des Internationalen Studienzentrums der Stadtmauern, das von der kleinen Kaserne aus zugänglich ist. An der sich anschließenden Piazza Vittorio Emanuele, die zum Baluardo di S. Maria mit dem seit 1840 untergebrachten Cafft delle Mura führt, beginnt unser Rundgang. Unser Blick folgt der Nord-Süd-Achse in Richtung Borgo S. Frediano, wo gewöhnlich der Stadtbesuch seinen Anfang nimmt. Über die Porta S. Pietro, den ältesten und ursprünglich einzigen Zugang von außen, erreicht man die Bastion San Colombano. Von hier aus erblickt man auf der einen Seite die wunderschöne Apsispartie von S. Martino und auf der anderen Seite bezeichnende Bauten des 19.Jahrhunderts, wie die Rotonda von Lorenzo Nottolini und das Aquädukt, einen von Elisa Baciocchi begonnenen Bau, der das Wasser von den Pisaner Bergen in die Stadt leitet. Yon der Bastion S. Regolo schweift der Blick zum Botanischen Garten, der mit der Montagnola und dem herrlichen Baumbestand zum Besuch einlädt. Schaut man von der Parta Elisa aus in Richtung Stadt, tauchen im Yerlauf des ehemaligen Decumanus die beiden markanten Rundtürme S. Gervasio und S. Protasio auf, die ein mächtiges mittelalterliches Tor einrahmen. Auf der Bastion S. Martino sind noch Reste eines alten Rundturms sichtbar. Über die antike Porta S. Maria gelangt man zur Bastion S. Frediano, wo man einen herrlichen Blick auf die Apsis der Kirche und die Rückseite des Palazzo Pfanner mit Garten genießt. An der Bastion Santa Groce macht die Mauer einen Knick nach Süden und erreicht nach Überquerung der dritten antiken Porta S. Donato die gleichnamige Bastion, von der aus man den großen Platz überblickt, auf dem die Busse abfahren und der Decumanus durch die Via S. Paolino einzusehen ist. Anfangs pflanzte man auf dem Stadtwall Bäume, um das Erdreich zu festigen. Später schätzte man sie als grünen Schmuck der Stadtmauer und ergänzte die heimischen Baumarten wie Ulmen, Pappeln und Platanen durch exotische Bäume wie Paulownien und Tulpenbäume, die hier hervorragend gedeihen. Ein Tip (nicht nur) für eilige Besucher: Mieten Sie in der Nähe der Bastionen ein Fahrrad und radeln Sie auf den Wällen rund um die Stadtmauer!


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